Die Hamelner Realschulen sind ca. 130 Jahre alt. Zunächst gab es nur eine Realschule mit der Bezeichnung "Wilhelm-Raabe-Realschule". Im Jahre 1952 wurde es auf Grund zunehmender räumlicher Probleme dringend erforderlich, diese Realschule in zwei getrennte Systeme aufzuteilen. Die Schülerzahl war inzwischen auf 1400 angewachsen bei Klassengrößen mit 57 Schülern. Ein Teil der Schule wurde also in einen anderen Bezirk der Stadt, die Königsstraße, ausgelagert. Der Teil der Wilhelm-Raabe-Realschule, der in die Königsstraße umzog, durfte sich erst sechs Jahre später "Sertürner-Realschule" nennen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt bereits einen Neubau an der Königsstraße geplant, da auch dort schon wieder räumliche Engpässe entstanden waren. Leider reichte dann jedoch das Geld nicht, so dass es beim ersten Bauabschnitt blieb, beim ersten Flügel des Gebäudes, der 1956 für nur sechs Klassen bezugsfertig wurde. Also waren weiterhin behelfmässige Notlösungen erforderlich. Im Jahre 1965 plante man endlich einen kompletten Schul- Neubau an der Basbergstraße, der von Baurat Marwitz tatkräftig in Angriff genommen wurde.

 

Am 20. September 1968 wurde die für rund 5,5 Millionen DM fertiggestellte Sertürner-Realschule von dem damaligen Oberbürgermeister Leunig an den Schulleiter Herrn Achenbach, übergeben. Herr Achenbach übernahm hiermit erstmalig die Funktion eines Rektors. Bis zu diesem Zeitpunkt war er als Konrektor an der Wilhelm-Raabe-Realschule tätig. 

Zur damaligen Zeit standen in dem neuen Gebäude 20 Klassenräume mit durchschnittlich 70 Quadratmetern Fläche zur Verfügung und eine Aula von 350 Quadratmetern. Die Aula, die heute von der Stadt für zahlreiche öffentliche Veranstaltungen genutzt wird, zum Teil auch ein wenig zweckentfremdet wie z.B. für Tierausstellungen, verfügt über nahezu 450 Sitze. Alle Zwischenwände sind verschiebbar, damit der Raum erforderlichenfalls vergrößert bzw. verkleinert werden kann.

 

Der Verwaltungstrakt, eingeschossig nach vorn gelegen, umschließt den großen Innenhof. Dazu gibt es noch einen ganzen Fachklassentrakt und einen Fahrradkeller. Das Paradestück des Gebäudes war die große Lehrküche mit einem dazugehörigen "Restaurant".

 


Im Jahre 1980 wurden mit Einführung der Orientierungsstufe in Hameln drei Schulzentren geschaffen. Eine dritte Realschule entstand, was die Schülerzahlen an den übrigen beiden Schulen sehr schrumpfen ließ. Die Schüler - Einzugsbereiche wurden neu festgesetzt. Da ein Teil der Räume nicht mehr genutzt wurde, wurden diese dem Ausbildungsseminar für Lehrer zur Verfügung gestellt. 

 

Ihren Namen verdankt die Sertürner-Realschule Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, dem Entdecker des Morphiums, der lange Jahre als Apotheker in Hameln tätig war.

 
 
 
 
 

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